Und das wird wohl immer so bleiben. Denn noch besser zu fahren, wird immer Phil Meiers Ziel und sein Ansporn bleiben. Kurz bevor eine weitere Saison seiner langen Freeski-Karriere vom Stadium der Planung in das der Umsetzung übergeht, verrät der Romand, was er selber über die nächsten Monate weiss und was nicht.
Hallo Phil, wie hast du den Sommer verbracht?
Ich bin viel Bike gefahren und habe auch viel im Bike Shop gearbeitet, den ich mit einem Freund führe.
Hast du den Schnee vermisst?
Ich vermisse ihn immer, wenn ich nicht im Schnee bin. Aber eine Pause tut gut. Spätestens im Oktober muss ich dringend Schnee sehen und fühlen. Ich warte noch auf meine neu entwickelten Schuhe und Ski. Sobald die da sind, geht es richtig los.
Hast du deine Saison schon durch geplant oder gibt es noch weisse Flecken?
Die grossen Stücke sind geplant. Der Rest ergibt sich aus den Schnee- und Wetterbedingungen. Es sind auch noch Sachen aus dem letzten Winter offen, der ja nicht gerade schneereich war.
Dann erzähl uns doch mal etwas über die grossen Stücke!
Ich habe zwei grosse Projekte mit Red Bull. Eines habe ich letzten Winter schon angefangen, zusammen mit einem Kameramann. Das andere ist ein Film-Projekt mit Aestivation. Und mit den Falquet-Brüdern bin ich an einem mehrjährigen Filmprojekt.
«Am spannendsten ist es, neue Regionen zu entdecken und Hänge zu fahren, die noch nicht befahren wurden. Aber es wird immer schwieriger, solche zu finden.»
Macht es deine Erfahrung leichter, die Saison zu planen oder ist es durch die vielen Anfragen sogar schwieriger geworden?
Heute sehe ich besser voraus, welche Projekte wirklich zustande kommen und welche nicht. Aber es kommen immer mehr Anfragen. Es gibt so viele verschiedene Dinge und so wenig Zeit, um den richtigen Ort mit gutem Schnee zu erwischen.
Wie viele Tage wirst du zuhause verbringen?
Das kommt ganz drauf an, wo der Schnee gut ist. Wenn es in Verbier viel schneit, dann werde ich viel Zeit hier verbringen. Wenn es ist wie letzten Winter, dann muss ich weg.
Welche Projekte, Berge oder Regionen reizen dich am meisten?
Am spannendsten ist es, neue Regionen zu entdecken und Hänge zu fahren, die noch nicht befahren wurden. Aber es wird immer schwieriger, solche zu finden. Ich liebe es auch, an Orte zurück zu kehren. Ein schönes Gebiet mit guten Bedingungen – etwas Besseres gibt's nicht.
Hast du noch Träume im Zusammenhang mit dem Skifahren?
Ich träume immer noch von der perfekten Linie, der perfekten Filmszene. Man kann es immer noch besser machen. Das ist das Grossartige an diesem Sport ist. Du kannst immer von anderen Fahrern oder Bergführern lernen. Ich sehe es als grosses Glück an, dass ich nach all den Jahren Skifahren noch immer so viel zu lernen habe.
Wo kann man dich diesen Winter skifahren sehen – live oder im Film?
Live natürlich in Verbier, wo ich am häufigsten frei fahre und trainiere. Die wichtigsten aktuellen Filme, in denen ich zu sehen bin, sind Lifelong von Aestivation, Animus und Broken Records.
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