Red Bull Thre3Style Lausanne Winner DJ Bazooka Red Bull Contentpool

Roman Blum alias DJ Bazooka lässt sich lieber von der Sonne in Florida verwöhnen, als tagelang in einem Übungskeller vor sich hinzubrüten. Im Interview verriet uns der frischgebackene Schweizer Sieger des Red Bull Thre3Style sein Erfolgsrezept.

Roman, was geht Dir jetzt durch den Kopf, wenige Minuten nach deinem Sieg?

Mir kommt alles noch ein bisschen unrealistisch vor, es ist einfach unfassbar. Aber ich fühle mich ganz grossartig!

Ist für Dich ein kleiner Traum wahr geworden?
Ich hätte mir ja nie auszumalen gewagt, dass ich hier als Sieger vom Platz gehe. Ja, das war jetzt umso geiler. Voll crazy. Ich freue mich jetzt schon riesig auf das Weltfinale in Vancouver.

Mit was für einem Gefühl bist Du ins Rennen gestartet?
Ich war schon zuversichtlich. Auch wenn ich wusste, dass die DJs nach mir auch noch einen drauf haben. Larry King und Kermit, das waren ja die Sieger aus Neuchâtel und Bern.

Du warst als Dritter an der Reihe…
In der Mitte, genau.

Hat Dir diese Position einen Vorteil gebracht?
Ich weiss nicht so genau. Es ist sicher nicht schlecht, wenn man nicht grad als erster oder letzter ran muss. So in der Mitte war auf alle Fälle nicht schlecht. Aber unterstützt wurden ja alle gleich, unabhängig von der Reihenfolge, es war ja von Anfang bis zum Schluss eine Riesenparty im D!Club.

Deine Posse hat Dich ja auch kräftig angeheizt.
Ja, das war grossartig, diese Unterstützung! Meine Leute sind gleich in zwei Cars angereist, einer kam aus Basel, der andere aus Stein am Rhein.

Was glaubst Du, warum hast Du heute die Jury überzeugen können?
Schwierig zu sagen. Ich habe versucht, Lieder mit Soul auszuwählen, nicht so offensichtliche Nummern, und die gut reinzubringen. Und das hat offenbar recht gut geklappt.

Dein ganzes Set war ja sehr druckvoll gestaltet.
Ja, drum heisse ich ja Bazooka! Mein Name kommt nicht von ungefähr, das muss ein bisschen Druck haben. (lacht) Matchentscheidend war wahrscheinlich genau diese Kombination, zwischen coolen Sounds und solidem Druck.

Wie hast Du dich nach deinem Vorrundensieg aufs Finale vorbereitet?
Erst mal habe ich gar nichts gemacht. Und zuletzt war ich drei Wochen in Florida in den Ferien.

Du hast also während deiner Ferien nicht wirklich geübt?
Ich habe erst am Freitagmorgen begonnen, mein Set vorzubereiten. Bin dafür extra früh dafür aufgestanden. Und habe dann knapp zwei Tage daran gearbeitet, an einigen Edits rumgeschnipselt. Bei mir ist das immer so: Ich muss alles auf den letzten Drücker machen.

Und fürs Finale in Vancouver, bereitest Du dich da auch wieder in der allerletzten Minute vor?
Nein, nein (lacht). Also wenn ich schon die Chance habe, an so einer Veranstaltung teilzunehmen, dann will ich mich schon gebührend vorbereiten. Und versuchen, das Maximum herauszuholen.

Weisst Du schon, in welche Richtung dein Set gehen wird?
Am Grundschema werde ich wohl festhalten. Aber ich werde auch neue Sachen einbeziehen, ich muss ja immer schauen, dass ich nicht anfange, mich zu langweilen.

Langweilig dürfte es kaum werden. Zumal Du ja ein richtiger Spannungskünstler bist: Vorhin hast du mitten im Mix die Feile gezückt und deine Nägel gefeilt…
Ja, das war lustig (lacht). Ich dachte mir, ich kann nicht noch mal das gleiche bieten wie in Zürich, wo ich in genau diesem Moment die Konfettirakete hatte explodieren lassen. Drum bat ich meine Freundin, mir eine Nagelfeile mitzunehmen.

Aber später ist dann deine Konfetti-Bombe trotzdem explodiert…
Richtig. Ich wusste einfach, dass ich damit noch etwas warten musste. (lacht)

Auf dem zweiten Platz kam Larry King. Ein Basler Grosserfolg also?
Ja, total! Kommt hinzu, dass Larry und ich ja ein DJ-Team sind, wir legen zusammen als die Bongo Kids auf. Ich hätte Larry den Sieg natürlich auch gegönnt. Aber so wars natürlich noch besser, ich erster, und Larry zweiter. (lacht)


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