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Red Bull Crashed Ice München (GER): 16. Jan. 2010, 18:00 Uhr, Olympiapark, Eintritt frei!

Das Tief Daisy hat Europa mit frostigen Temperaturen fest im Griff. Rund 100 eiskalte Typen dürfte dies kaum stören. Die internationale Ice Cross Downhill- Elite ist heiss auf den Sieg beim Red Bull Crashed Ice in München. Bevor es am kommenden Samstag im Olympiapark in Vierergruppen wieder steil den Eiskanal hinunter geht, trainierte das Swiss Team letzte Woche heimlich im Olympia Bob Run St. Moritz.

Eishockey gemixt mit Boarder-X. Was sich anhört wie ein Cocktail, ist eine spektakuläre Disziplin namens Ice Cross Downhill: ein gut 400 Meter langer Ritt durch einen Parcours mit Sprüngen, Wellen und Buckeln als weitere Zutaten. Gestartet wird in Gruppen: Zu viert und mit bis zu 70 km/h geht’s auf scharfen Kufen in noch schärfere Kurven. Vor 30'000 erwarteten Zuschauern kämpfen die Cracks um jeden Zentimeter. Nur die beiden Schnellsten kommen eine Runde weiter.

Bruchlandungen sind bei diesen Kopf-an-Kopf-Rennen inklusive, denn im 2 bis 8 Meter breiten Eiskanal kann es schon mal eng werden. Um da nicht in der Bande zu landen, sind neben Mut und Gleichgewichtssinn vor allem breite Schultern gefragt. Doch auch wenn es oft hart zugeht, gelten beim Red Bull Crashed Ice genaue Regeln und Regelverstösse führen zur Disqualifikation: So ist es den Athleten strengstens verboten, Gegner absichtlich zu behindern, zu verlangsamen oder vom Kurs abzubringen – beispielsweise durch Trikothalten, Schubsen oder mit Schlägen.

Mitmachen ist trotzdem nichts für Eisprinzessinnen oder Hobbyläufer. Entsprechend setzt sich das Fahrerfeld aus der Elite der internationalen Ice Cross-Szene, Vertretern von Nationalteams sowie den besten Athleten der jeweiligen nationalen Qualifikationswettbewerbe zusammen.

Ein Red Bull Crashed Ice dauert in der Regel zwei Tage: Im Rahmen des Qualifyings am ersten Tag müssen alle Athleten alleine gegen die Uhr antreten. Am Finaltag geht es danach im K.o.-System weiter.

Swiss Team – unsere Red Bull Crashed Ice Nationalmannschaft
In den letzten 9 Jahren hat das Red Bull Crashed Ice von Stockholm über Moskau und Prag bis in die USA mit 14 spektakulären Rennen bereits für ordentlich Action gesorgt. Zuletzt waren in vergangenem März 40'000 begeisterte Zuschauer in Lausanne live an der Bande mit dabei, als sich der Schwede Jasper Felder bereits seinen 7. Sieg sicherte. Dabei handelte es sich bislang um voneinander unabhängige Events. Doch damit ist jetzt Schluss. 2010 wird mit Rennen in München und Québec (CAN, 20. Mär. 2010) erstmals ein Weltmeister in Ice Cross Downhill gekürt.

Im Kampf um diesen Titel gehen neben den nationalen Qualifikanten auch Nationalteams aus allen Herren Ländern an den Start. Da dürfen Vertreter klassischer Hockeynationen wie Kanada, Finnland oder Schweden natürlich nicht fehlen und so schickt auch die Schweiz eine kleine, aber feine Mannschaft bestehend aus folgenden Athleten:

Kilian Braun
Kilu ist 22 Jahre alt, stammt aus Rothrist und arbeitet in Engelberg als Skilehrer. Seit 16 Jahren spielt er Eishockey. Beim Red Bull Crashed Ice in Lausanne wurde Kilian sechster und schaut man sich seine Hobbies wie Freeskiing oder Downhill Mountain Bike an, fällt es einem schwer zu glauben, dass er in seiner Freizeit auch noch Gedichte schreibt und Rosen züchtet.

Andreas Rüegge
Snowboarden ist die grosse Passion von Andreas Rüegge (Jahrgang 1984). Daneben studiert er Sport an der Uni Basel. Nach seinem 1. Red Bull Crashed Ice Start in Davos belegte Andreas in Lausanne 2009 als bester Schweizer den 5. Rang.

Oliver Gurtner
Der 22-Jährige Metallbauer aus Bösingen spielt Hockey in der 1. Liga und hat ebenfalls bereits 2 Starts beim Red Bull Crashed Ice hinter sich: „Weil’s Spass macht und schnell ist!“, meint er kurz und knapp.

Daneben haben sich folgende Schweizer an deutschen Qualifikationswettbewerben ins Starterfeld geskatet – Kim Müller aus Airolo - in Lausanne als 11. klassiert - übrigens mit der schnellsten Zeit überhaupt: Janis Lütolf, Winterthur; Marco Adank, Fläsch; Yanick Chatelain, Biel; Reto Mäder, Safenwil und Kim Müller, Airolo.
 


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