Elias Ambühl XGames 2012 Big Air Fabian Weber

Mit seinem 6. Rang in der Disziplin Big Air kann sich der Freeskier Elias Ambühl aus Masein in der Weltspitze behaupten. Um nur einen Punkt vermochte er sich nicht für den Final der besten Fünf zu qualifizieren. Dafür sorgte der erst 16-jährige Kai Mahler aus Fischenthal für Furore und flog in einem packenden Nachtfinale auf den 2. Platz. Gewonnen wurde der Wettkampf vom Amerikaner Bobby Brown.

Die X Games bedeuten für Freestylesportler den Olymp schlechthin, die Selektion ist bekanntlich sehr hart. Für die Disziplin Big Air wurden nur gerade zehn Freeskier eingeladen. Welch grosse Ehre, die Schweiz war mit Elias Ambühl aus Masein und seinem Swiss-Ski-Teamkollegen und frisch gebackenen Jugend-Olympiasieger aus Fischenthal, Kai Mahler, vertreten. Der Fernsehsender ESPN als Veranstalter ist bekannt für die enormen und bahnbrechenden Sport- Infrastrukturen. Auch dieses Jahr scheuten sie in Aspen,  Colorado keine Mühen. Der Big Air war als sogenannter Step-Up-Sprung konstruiert und bestand aus einem Absprung, einem  angsteinflössenden 25-Meter-Gap und einem etwas höher gelegenen Landehügel. Die Anlage gehört zwar nicht zu den grössten je gebauten, aber die Verhältnisse und die Winkel sind ideal angelegt.

Ambühl knapp verspekuliert, Mahler Zweiter
Die Big Air Elimination Round wurde in zwei Heats zu je fünf Athleten ausgetragen. Im Jam-Session- Format gab es insgesamt fünf Startplätze für den Final zu ergattern. Dort konnten die Fahrer ebenfalls in einer Jam-Session fünf bis sechs Sprünge zeigen. Die  beiden besten Tricks wurden in die Wertung aufgenommen. Die Punktrichter achteten auf die Aggressivität der Ausführung, den Schwierigkeitsgrad, Abwechslung, Originalität und Style der Tricks.
Den beiden Schweizern lief es unterschiedlich. Der Führende der AFP Big Air Weltrangliste und Favorit Ambühl blieb als Dritter um nur einen Punkt in der Elimination Round hängen, Rookie Mahler gewann seinen Heat klar und zog damit ins Finale der besten Fünf ein. Der erst 16-jährige Mahler demonstrierte grosse Nervenstärke. Im Final stand er einen Switch Double Misty 1440 und einen Double Cork 1260 Shifty sauber. «Ich bin überglücklich, ein Traum ist wahr geworden», gab Mahler an der Siegerehrung zu Protokoll. Nur der Amerikaner und zweifache X Games Gewinner Bobby Brown war noch besser. Auf den dritten Platz flog mit Jossi Wells ein Neuseeländer.

Ambühl ist natürlich enttäuscht, aber nimmt es sportlich: «Ich wollte den Triple Cork erst im Final zeigen und damit aufs Podest, nun bin ich schon wieder in der Elimination Round raus geflogen. Ich dachte meine Tricks reichen fürs Weiterkommen aus. Ich freu mich aber für Kai, unglaublich was er heute geleistet hat.» Im Vergleich zu den Snowboardern gab es somit im Freeski-Final keine Triple Cork-
Sprünge zu bewundern. Für den Freeski-Nationaltrainer Misra Noto steht fest: «Es ist etwas schade, dass an den X Games nur Amerikaner und Kanadier in der Jury sitzen. Europäer haben es dadurch viel schwieriger gute Bewertungen zu kriegen. Elias hätte mit seinen sauber gestandenen Double Cork 1440 und dem Switch Double Cork 1260 klar in den Final gehört.»

Elias Ambühls nächster Wettkampf ist der Dew Tour Stopp in Snowbasin vom 9.-12. Februar.


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