Hallo Elias, wo bist du gerade?
Guten Morgen! Ich sitze gemütlich beim Frühstück im Hotel in Deer Valley.
Wie fällt deine Bilanz der X-Games mit ein paar Tagen Abstand aus?
Hm, schwierig zu sagen. Zufrieden bin ich natürlich nicht, aber ich habe das Beste versucht. Meistens bin ich gut gefahren. Im Big Air-Final hatte ich etwas Pech mit dem Judging und so schaffte ich es schliesslich nicht aufs Podest.
Was ist im Slopestyle-Finale passiert?
Im ersten Run stürzte ich. Den zweiten brachte ich runter. Der war ok. Aber ich hätte einen noch Besseren gebraucht. Es fielen bereits Schatten auf den Park. Das veränderte den Speed und die Kicker waren sehr schwer einzuschätzen. Im dritten Run stürzte ich wieder und das war's dann.
Was hättest du besser machen können?
Es lag an den Sprüngen. Ich bin einfach nicht sauber genug gefahren.
Noch näher am Podest warst du im Big Air. Mit deinem Skore aus der Qualifikation wärst du Zweiter geworden. Fuhrst du da besser als im Finale?
Ich war nicht viel besser. Ich sprang etwas weiter, aber das sollte eigentlich nicht den Ausschlag geben.
Mit dem Judging warst du nicht zufrieden. Was lief da schief?
Ich sollte mich nicht mehr über das Judging aufregen. Eigentlich bin ich recht zufrieden damit, wie ich an den X-Games Ski gefahren bin. Ich fuhr noch nie besser. Leider sahen das die Judges nicht so.
Die WM ist für dich nach der Qualifikation für den Slopestyle Contest bereits wieder vorbei. Wie ging das?
Ich habe zu wenig Training gehabt. War halt auch nicht viel Zeit zwischen den X-Games und der WM. Am Tag der Quali habe ich noch drei Trainingsruns machen können. Ich hatte keine Zeit, mich an den Park zu gewöhnen, sondern musste von Anfang an alle Tricks machen. Das ging dann auch nicht schlecht, den ersten Run brachte ich runter. Zwei Punkte hätten für das Finale gereicht. So aber brauchte ich den zweiten Run. Der ging gut bis zum letzten Kicker. Auf dem kam ich zu kurz und stürzte.
Wie war das Niveau im Vergleich zu den X-Games?
An den X-Games konnten wir drei Tage lang trainieren und wurden nach jedem Run mit dem Snowmobile zum Start hoch gezogen. Dadurch war das Niveau viel höher als hier. Aber auch in Deer Valley wurde gut gefahren.
Zwei wichtige Wettkämpfe liefen nicht nach Wunsch. Wie gehst du damit um?
Ich schaue nach vorne, denke schon wieder an die Dew Tour. Jetzt ruhe ich mich erstmal richtig aus. Dann brauche ich ein paar Tage gutes Training. Ich zweifle nicht an mir, ich fahre gut. Ich muss einfach wieder mit klarerem Kopf in den Wettkampf. Und ich muss für mich skifahren, nicht für die Judges.
Auf der Dew Tour stehst du auf dem zweiten Platz der Gesamtwertung, es fehlt noch ein Wettkampf. Was hast du dir vorgenommen?
Darauf bereite ich mich jetzt die nächsten Tage vor. Und dann gebe ich nochmals alles. Ich bin voll motiviert.
Was steht heute noch an bei dir?
Nicht mehr viel. Ich schaue mir das Slopestyle-Finale an, den Skicross und am Abend die Aerials. Nach dem Frühstück muss ich mir einen neuen Laptop kaufen. Meiner ist kaputt gegangen.
Klingt nach einer Pechsträhne.
Kann man so sagen. Im Billard verliere ich auch die ganze Zeit. Im Ernst, es ist überhaupt nicht schlimm. Ich lerne gerade zu verlieren. Das muss man auch können.
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