La Rochelle, Yucatán und Kragerø – die World Series geht in die Halbzeit. Mit maximaler Punkteausbeute ist der Engländer Gary Hunt der Mann der Stunde. Norwegens Sommer Hotspot präsentierte sich Samstagnachmittag wolkenlos und mehr als 12.000 Zuschauer kamen mit Schiffen und Booten über die Strasse von Skagerrak um die weltbesten Klippenspringer zu Höchstleistungen zu klatschen.
17 Punkte Vorsprung auf seinen ersten Verfolger und ohne Punkteverlust nach drei von insgesamt sechs Stopps, hat der 26-Jährige gleich drei Gründe sich in seiner Führungsposition sicher zu fühlen: „Ich bin erst vor kurzem vom Olympischen Turmspringen gekommen und deswegen ist meine Form vielleicht eine Spur besser. Heute bin ich wesentlich konstanter und ich hatte einen guten Start. Es hätte nicht besser laufen können, aber noch stehen drei Wettbewerbe aus. Noch ist nichts entschieden und ich möchte beim nächsten Stopp was Neues ausprobieren und weiss noch nicht, wohin dabei die Reise geht.“
Der Fight um die weiteren Podiumsplätze wurde auch heute zwischen Artem Silchenko (RUS) und Orlando Duque (COL) ausgefochten. Die beiden liegen im Gesamtklassement nur einen Punkt auseinander. Mit einem neuerlichen zweiten Platz hat der Russe seinen Anspruch auf den Sieg doppelt unterstrichen: „Ich habe Orlando, einen der besten Springer, heute hinter mir gelassen, wurde aber selbst von Gary geschlagen. Ein zweiter Platz ist gut, aber ich will gewinnen und weiss, dass ich das auch kann.“
Die Top Sechs waren heiss umkämpft wie noch nie. Nur 0,05 Punkte lagen zwischen Rang acht und neun, 1,5 zwischen dem siebten und neunten Platz. Das neue Format zwingt die Athleten ihre schwierigsten Sprünge bereits in der zweiten Runde auszupacken und mit Alain Kohl hat sich heute der neunte von zwölf Teilnehmern für die Finalrunde der besten Sechs qualifiziert. Der Luxemburger hat nun einen vierten Rang als persönliche Bestleistung zu Buche stehen und bestätigt den Anspruch der World Series – die besten Springer der Welt zu haben.
Gut 1.000 Zuschauer für jeden Athleten – der Ausblick von der 26,80m hohen Plattform auf einer Schäre war kaum zu überbieten. Tausende Boote am Wasser und zahlreiche Zuschauer entlang der Küste haben das Archipel rund um Kragerø in eine schwimmende Arena verwandelt.
Vom Felsen im Fjord von Oslo zieht die Red Bull Cliff Diving World Series nun nach Süditalien, wo in Polignano a Mare am 08. August der nächste Stopp stattfindet.
Ergebnisse Stop 3 Red Bull Cliff Diving World Series, Kragerø (NOR)
1. Gary Hunt (GBR)
2. Artem Silichenko (RUS)
3. Orlando Duque (COL)
4. Alain Kohl (LUX)
5. Steve Black (AUS)
6. Slava Polveshchuk (UKR)
7. Magnus Vigeland (MEX)
8. Hassan Mouti (FRA)
9. Michal Navratil (CZE)
10. Kent de Mond (USA)
11. Eber Pava (COL)
12. Andrey Ignatenko (UKR)
13. Cyrille Oumedjkane (FRA)
www.redbullcliffdiving.ch
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