Manny Mania

Philip Küng balanciert sich nach New York

Philipp Küng Red Bull Photofiles

Der Zuger Skater Philip Küng ergattert sich den einzigen Schweizer Startplatz am Red Bull Manny Mania Weltfinale vom 21. August in New York. Im nationalen Finale des Amateur-Skateboardcontests auf dem Zürcher Turbinenplatz zeigte Küng am Samstag bei Rekordhitze die technisch anspruchsvollsten Manual Tricks. Der 21-jährige setzte sich gegen harte Konkurrenz aus der ganzen Schweiz durch.

Der Manual oder Manny ist ein klassischer Skateboard-Trick, bei dem sich der Skater nur auf den zwei Rollen der Vorder- oder Hinterachse balanciert. Dabei wird weder mit dem Board noch mit den anderen zwei Rollen der Boden berührt. Der einfache Balance-Trick wird von technisch versierten Skatern zu Manual Combos erweitert und mit anderen Tricks – wie etwa Flips oder Grinds – kombiniert. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – und genau darum geht es beim Red Bull Manny Mania.

Diesen Sommer qualifizieren sich an regionalen und nationalen Red Bull Manny Mania Contests Amateur-Skater aus der ganzen Welt für das grosse Finale vom 21. August im Big Apple New York. In der Schweiz führte der Weg via drei Qualifikationsevents in Luzern, Lausanne und Zürich ins nationale Finale in der Limmatstadt. Dort holte sich am Samstagabend Philip Küng das begehrte Ticket nach NYC.

„Völlig überraschend“ – Küng muss jetzt sogar Ferien unterbrechen
Erst am Samstagnachmittag qualifizierte sich Philip Küng in der dritten und letzten Regionalausscheidung in Zürich für das Schweizer Finale. Doch in diesem setzte sich der Zuger Balance-Künstler dann Stunden später auf dem mit Wheelie Boards, Curbs und einem Manny Table ausgestatteten Kurs gegen fünf Konkurrenten durch.

In der drückenden Hitze des Zürcher Turbinenplatzes beeindruckte Küng die Judges mit Tricks wie „Backside Chin-Chin Revert to Manual“ und „Half-cab Manual backside 180 Kickflip out“. Im auf technisch sehr hohen Niveau ausgetragenen Contest fiel die Entscheidung äusserst knapp aus: Vor allem die erfahrenen Skater im Starterfeld, etwa Sebastian Hepp aus Zürich (3. Platz) oder auch der Luzerner Christian Zemp (2. Platz), boten technische Leckerbissen und liessen das anwesende Publikum staunen. Am Ende behielt Küng dank seiner Vielfalt an technisch harten Tricks jedoch die Nase vorn.

Philip Küng reist nun als einziger Schweizer Skater an das Amateur-Weltfinale nach New York. Dort winkt ihm die Chance auf Qualifikation für den Red Bull Manny Mania Pro Contest mit Szene-Stars wie Eric Koston oder Brandon Biebel.

Der Sieg kommt für den 21-jährigen Maturanden aus Zug völlig überraschend. Für den Trip nach New York muss er jetzt sogar die Asienreise mit seiner Freundin unterbrechen.


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