Red Bull Elements ist extrem: Im Team sind vier kräfteraubende Disziplinen zu bewältigen (Rudern, Berglauf, Paragleiten und Mountainbiken). Talloires in Frankreich war der Austragungsort des ersten Bewerbes, Gastgeschenk gab es keines: Gewonnen hat die Mannschaft aus Österreich.
Fabio Becker (AUT/Rudern), Markus Kröll (AUT/Berglauf), Wendelin Ortner (AUT/Paragleiten) und als Legionär Thomas Dietsch (FRA/Mountainbike) setzen sich gegen eine Armada französischer Profiteams durch. Am Anfang noch etwas belächelt, schlug das Team beim französischen Pendant zum Red Bull Dolomitenmanns mit einer unglaublichen Leistung zu – herauszustreichen ist dabei vor allem die fabelhafte Leistung des österreichischen Fabelpiloten Wendelin Ortner, der den zweitbesten Paragleiter auf einer Flugzeit von 34 Minuten, sage und schreibe 3 Minuten abnahm.
Schon nach dem Start zeigte Fabio Becker, der österreichische Ruderer, dass nicht nur die Franzosen wissen, wie man sich mit einem Ruderboot am Wasser fortbewegt. In einer beeindruckenden Leistung ruderte der 23 jährige den Olympia- und weltmeisterschaftserfahrenen Franzosen um die Ohren. Nach 14 Kilometer verließ er als erstes das Wasser, verlor aber beim 900 Meter langen Lauf mit Boot ein wenig Zeit und kam mit 1,20 Minuten Rückstand zur Übergabe. „Ich habe alles für mein Team gegeben und bin stolz als jüngstes Teammitglied eine solch erfahrene Mannschaft unterstützen zu dürfen, der Sieg ist natürlich ein Wahnsinn, ich bin total happy.“
Als zweiter ging der zigfache österreichische Berglaufmeister und Dolomitenmannsieger Markus Kröll auf die 11 Kilometer lange Strecke, auf der 1.900 Höhenmeter zu bewältigen waren. Er musste gegen die europäische Berglaufelite um Thierry Breuil (FRA/Französischer Meister 2008/2009/2010), Kilian Jornet (Spanien/Mount Blanc Ultra Trail Sieger 2008/2009/2010) sowie den Vizeweltmeister Charles Cazaux (FRA) antreten. Die selektive und schwere Strecke verlangte Markus Kröll alles ab und er hatte im Ziel mit Krämpfen zu kämpfen. „Es war ein enorm schwerer Lauf, aber ich habe alles gegeben und Gott sei Dank hat es diesmal gereicht“, so ein überglücklicher Kröll. Den Sieg im Berglauf Einzelbewerb sicherte sich hingegen der Favorit Kilian Jornet mit einer Zeit von1:26:18, und konnte Markus Kröll mit einer überirdischen Leistung gut 7 Minuten abnehmen.
War das Team Red Bull International zu dieser Zeit auf Platz 7, begann ab jetzt eine unglaubliche Aufholjagd die mit dem Start von Dolomitenmann Veteranen Wendelin Ortner. Als einer der ältesten im Feld zeigte er auf verkürzter Strecke was noch in ihm steckt und begeisterte die Zuschauer vor Ort mit einem super Flug und einer noch besseren Laufleistung. So konnte Wendelin Ortner dem zweitplatzierten Denis Verchere (FRA) ganze drei Minuten abnehmen und gewann so die Paragleiteinzelwertung souverän. „Ich bin total am Ende aber glücklich, durch die verkürzte Strecke gewann die Laufstrecke an Gewicht und ich habe alles gegeben, auch die Landung auf der Wasserplattform war nicht einfach und ich bin überglücklich das alles so super geklappt hat.“
Unbeeindruckt von diesen Geschehnissen ging die französische Verstärkung des „österreichischen Teams“ Thomas Dietsch, der amtierende französische Cross Countrymeister ins Rennen und zeigte eine beeindruckende Leistung. Er versetzte sogar die französischen Zeitnehmer ins Staunen als er sukzessive den führenden Adidas Team sprichwörtlich auf den Pelz. Dem französischen Vizemeister von 2008 nahm Dietsch auf einer Gesamtlänge von 25km und 1.800 zu überwindenden Höhenmetern 7 Minuten ab und gewann den Mountainbikebewerb souverän in einer Zeit von 1:59:47.
„Wir werden versuchen diesen Schwung in die Dolomitenmann Vorbereitungen mitzunehmen, damit wir dort unseren Sieg wiederholen können. Doch heute genießen wir den großen Tag, auch wenn die Franzosen wahrscheinlich nicht mit uns feiern wollen“, erklären Kröll und Ortner einstimmig.
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