Swimming lessons with Sven Riederer Swimming lessons with Sven Riederer (c) Red Bull Contentpool

21 Kinder zwischen 9 und 16 Jahren durften letzten Samstag, 24. März 2012, in Wallisellen einen ganzen Tag lang mit dem Weltklasse-Triathleten Sven Riederer trainieren. Nun wollen sie seine Tipps umsetzen - und natürlich so schnell werden wie er.

Sven Riederer konnte es kaum fassen: Rund 100 Kids hatten auf die Ausschreibung zu seinem Training im Rahmen von Red Bull under my wing ein E-Mail geschickt. „Es war natürlich schade, aber so viele konnten wir unmöglich berücksichtigen“, sagte Riederer, dessen grosser Wunsch es gewesen war, eine Veranstaltung für den Nachwuchs durchzuführen. Schlussendlich wurden 21 Glückliche ausgewählt, einen ganzen Samstag mit ihrem Idol zu verbringen. Dabei hätte Riederer einen guten Grund gehabt, sich keine Zeit für den Nachwuchs zu nehmen: Am gleichen Wochenende weilten einige seiner Mitbewerber im australischen Mooloolaba und machten Jagd auf die Olympiaqualifikation. Den Zürcher kümmerte das nicht.

Barfuss besser laufen
Er sei selber ein bisschen nervös, gab Sven Riederer zu, als er am Vormittag 12 Buben und 9 Mädchen auf der Sportanlage Wallisellen, seinem „home turf“, begrüsste. Doch die Nervosität legte sich rasch: Der Sportler, der sich im Moment intensiv auf die Olympischen Spiele in London vorbereitet und selber Vater von zwei Kindern ist, zog mit seinen Schützlingen zu einem Lauftraining davon. Nach einem lockeren Einlaufen überraschte er die jungen Triathletinnen und Triathleten mit einem für viele ungewohnten Techniktraining. Auf dem Fussballrasen hiess es: Schuhe ausziehen! „Dieses Techniktraining war für mich neu“, sagte der 13-jährige Leon Pauger, der mit seiner Mutter extra aus Vorarlberg angereist war. Dabei ist er selber ein gestandener Sportler: Mindestens acht Einheiten trainiert der Sohn radsportvernarrter Eltern jede Woche.

Spass muss es machen
Noch bevor Sven Riederer wieder beim Hallenbad ankam, war die neunjährige Léonie Wyss überraschenderweise vor ihm da. „Natürlich habe ich ihn nicht richtig abgehängt“, lachte das Mädchen, das zwar erst seit einem halben Jahr Triathlon macht, aber schon sechs Mal pro Woche trainiert.
Nach dem Duschen gab es Pasta, wie es sich gehört. Anschliessend sprach Sven Riederer im Sportgeschäft Huspo über sein Leben als Triathlet. Auch da kam die Pasta wieder auf den Tisch: „Klar esse ich am Tag vor einem Wettkampf einen Teller Teigwaren. Nach dem Wettkampf darf‘s aber auch mal ein Hamburger sein.“ Schallendes Gelächter.
Für die letzte Stunde des Tages war Schwimmtraining angesagt. „Bei einer Gruppe von 9- bis 16-Jährigen ist es natürlich schwierig, ein perfektes Training zu planen“, sagte Riederer, der dann aber seine Trainerqualitäten bewies: Er teilte die Kinder in zwei Gruppen auf und liess sie nach einem lockeren Einschwimmen nicht nur lustige, sondern auch Triathlon-spezifische Bahnen schwimmen. Bis zur letzten Minute gaben die Kinder alles und traten immer wieder zu kleinen Wettkämpfen untereinander an. Wenn sie ihren Ehrgeiz und vor allem die Freude am Triathlon behalten, werden sie bald in die Fussstapfen von Sven Riederer treten. Und falls nicht? „Sport ist eine Schule fürs Leben“, sagt der 31-Jährige. „Macht das, was euch Spass macht, und macht das Beste daraus.“


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