Bei ungewöhnlich kaltem Wetter meldet sich Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel mit seinem Blog vom Grand Prix in der Türkei. Zuvor war er noch beim „Gipfeltreffen Charity Dinner“ zugunsten der Stiftung Wings for Life – was ihm jedes Jahr ein persönliches Anliegen ist.
Hallo!
Es ist einfach unglaublich, wie lange mir die Pause zwischen dem letzten Rennwochenende in China und dem ersten Tagen in Istanbul vorkommt. Natürlich waren wir alle froh über die kleine Pause, aber am Ende kribbelt es schon sehr schnell wieder in den Fingern und wir wollen nur eines: wieder zurück ins Auto!
Letztes Wochenende bin ich nach Österreich gefahren, um am "Gipfeltreffen Charity Dinner" zugunsten von Wings for Life teilzunehmen, das am Vorabend der „Fullgas“ Motorsportausstellung stattgefunden hat. Ich freue mich jedes Jahr aufs Neue auf dieses Event und es tut gut, hier herzukommen und so viele Freunde und Bekannte zu treffen. Ausserdem habe ich nicht nur meinen Spass, sondern kann auch eine gute Sache unterstützen. Das ist alleine schon aus Verbundenheit zu Heinz Kinigadner und Red Bull eine Selbstverständlichkeit für mich.
Gerade wir als Rennfahrer wissen, wie schnell Unfälle passieren können, und dass es leider auch nicht immer glimpflich ausgeht. Da ist es wichtig zu wissen, dass es Leute gibt, auf die man sich verlassen kann und die daran arbeiten und forschen, Rückenmarksverletzungen heilbar zu machen. Deswegen war es mir auch so wichtig, an diesem Abend teilzunehmen und diese Botschaft an die Leute weiterzugeben. Ich denke, dass uns das gelungen ist, und ich werde die Stiftung auch in Zukunft so gut ich kann unterstützen.
Normalerweise wäre ich auch noch gerne zum „Fullgas“ geblieben, allerdings ist dieses Jahr leider die Zeit zu knapp geworden. Nach dem wunderschönen Abend ging es zurück zum Team, wo wir uns gleich wieder in die Arbeit gestürzt haben. Natürlich haben wir uns in den rennfreien Tagen vor allem mit den Reifen und unserem KERS-System beschäftigt, das zuletzt leider nicht ganz so perfekt funktioniert hat. Bis jetzt sind wir aber mit unseren Fortschritten zufrieden und vertrauen auch darauf, dass an diesem Wochenende alles gut laufen wird.
Ansonsten kämpfen wir noch ein bisschen mit dem Wetter. Als mein Vater zu mir gesagt hat, dass es kalt wird, habe ich ihm zuerst gar nicht geglaubt. Na ja, solange bis wir in Istanbul angekommen sind. Väter haben halt doch oft Recht. Ich glaube aber nicht, dass das Wetter irgendwelche Einflüsse auf das Auto selbst hat, allerdings wissen wir noch nicht, wie die Reifen in diesen Temperaturen reagieren werden. Es ist doch ein bisschen schwer, die Reifen allgemein einzuschätzen oder einen Trend zu erkennen, da wir ja bisher auf ganz unterschiedlichen Strecken gefahren sind. Auf jeden Fall wissen wir, dass sie nicht besonders lange halten, aber bis jetzt konnten wir damit gut umgehen.
Ich melde mich nach dem ersten freien Training!
Sebastian
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