Elias Ambühl

Zielstrebig hat sich Elias Ambühl seinen Platz unter den besten Park- und Big Air Skifahrern erkämpft. Mit guter Laune und einem unaufhörlich wachsenden Trick-Repertoire setzt er seinen Höhenflug fort.

Aus Masein, einem kleinen Dorf im Bündnerland, kommt Elias, der jüngste von fünf Kindern der Familie Ambühl. Das klingt nun fast schon wie Heidi, und auch Elias zieht irgendwann aus der Provinz in die weite Welt hinaus. Wichtiger für ihn ist: «Auf dem Land kann man mehr Blödsinn anstellen, und die Luft ist auch besser, als in der Stadt.» Der Junge aus dem Bergdorf fährt wie seine Brüder alpine Skirennen. Dazu ist er ein begnadeter Fussballer, spielt für zwei Regionalauswahlen und trainiert fünfmal die Woche. Zur Schule fährt er mit dem Longboard, das Snowboard ist sein Ausgleich zu den Skirennen und auf dem Downhill Bike stillt er seinen Durst nach Geschwindigkeit. Energiemangel kennt er nicht.

Dann kommt Bruder Andri mit einem Paar Twin Tip Skis nach hause und fährt sie auch gleich richtig ein. Elias schafft es, seinen Vater von der Investition in ein weiteres Sportgerät zu überzeugen. Gemeinsam machen die Ambühls das kleine Skigebiet Obertschappina unsicher und Elias orientiert sich beruflich neu: er will jetzt nicht mehr Fussballer werden sondern Freeskier. Schnell findet er heraus: «Man braucht einen Namen, und das nicht in der Schweiz sondern im Ausland, ganz besonders in den USA». Seinen ersten US-Trip gewinnt er an der Jib Academy, danach fliegt er mit Bruder Andri auf eigene Fäuste westwärts.

Und siehe da, es spricht sich herum, dass da zwei junge Schweizer die Kicker rocken. Elias ist mit Fahrern unterwegs, die ihn weiterbringen und die sich bald auch vom jungen Bündner inspirieren lassen. Seinen guten Ruf verdankt er ebenso seinem rasant wachsenden Trickbag wie seiner nahezu unkaputtbaren guten Laune. Um sich fliessend mit seinen Buddies unterhalten zu können, lernt er während vier Monaten in Kalifornien Englisch und nebenbei surfen. Bei aller Zielstrebigkeit kommt der Spass bei Elias nie zu kurz.

Oben angekommen
Inzwischen ist Elias eine feste Grösse unter den besten Skifahrern in Park und Big Air. Siege am Jon Olsson Invitational, bei Red Bull Play Streets oder Podestplätze an den X-Games und bei freestyle.ch sind die Währung, in der Elias bezahlt. Wird er von den Judges einmal – oder auch mehrmals – weniger gut bewertet, lässt er sich nicht aus der Ruhe bringen: «Mal kriegt man weniger Punkte, dann wieder mehr, auf die Dauer gleicht sich das aus.»

Ab und zu kehrt er zurück nach Masein. Mittlerweile hat er die Dachwohung im Haus seiner Eltern bezogen. «Sehr praktisch: fürs Essen brauche ich bloss ein paar Stockwerke runter zu gehen.» Wenn er nicht einem der umliegenden Kicker die Kante gibt – meistens in Davos oder Laax – dann gibt er gerne Gas. In seiner Garage stehen eine Motocross-Maschine, ein aufgemotzter Subaru und seit kurzem ein Porsche. «Ich liebe Autos», sagt er ohne Umschweife. «Am liebsten würde ich mir jeden Tag ein neues kaufen», verkündet er in seinem Blog.

Dafür aber fehlt ihm die Zeit. Elias ist Contest-Skier durch und durch. Seine Saison dauert von September bis April und in dieser Zeit wechselt er den Kontinent wie andere das Skigebiet. Der Aufwand, um an der Spitze zu bleiben, ist hoch. «Schon viele haben einmal einen grossen Contest gewonnen, und dann hat man nie mehr etwas von ihnen gehört.» Da hat Elias anderes vor, nämlich: «Grosse Contests gewinnen, mich dauerhaft in der Weltspitze etablieren

www.eliasambuehl.com
 


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