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Dass sie Benzin im Blut haben, zeigten am Samstag 750 Töffligiele und –meitschi. Zum 2. Mal trafen sich die Anhänger des Kultobjekts zur Rundfahrt über die drei Alpenpässe Grimsel, Furka und Susten. Weder Wind, Schnee, Nebel noch Regen konnten die Stimmung der Helden trüben.

Nicht nur Mofapiloten aus fast allen Kantonen der Schweiz nahmen sich die 132 Kilometer vor, auch Helden aus Mecklenburg-Vorpommern (D), Italien oder Kroatien. Die Töffli-Rundfahrt verlangte von den Helden, mindestens 4.5 Stunden im Sattel auszuharren. Dabei die Geschwindigkeit von 29 Stundenkilometer möglichst nicht zu übertreten, war für die temperamentvollen Anhänger ihres Chlapfs eine zusätzliche Herausforderung.

Mit dem Hödi in die grosse Freiheit
Nach dem Startschuss konnte kein Wetter die Töffliladys und Asphaltcowboys aufhalten. In extravaganten Outfits wurden sie auf aufgemotzten Maschinen zu „Crazy Riders“. Zu den echten Freunden des Fuchsschwanzes gesellten sich fahrende Discokugeln, wilde Tannenmänner und Janis Joplin. „Ich wollte mein Töffli nicht quälen. So habe ich mich immer wieder bei ihm bedankt. Ich nenne es „Flick-Flauder“, das bedeutet „Schmetterling“, so Edith aus dem Appenzell. Bereits zum zweiten Mal bestritt der 13-jährige Patrick die Rundfahrt und meinte: „Am härtesten war es am Furka. Die Talfahrt vom Susten hat mir Spass gemacht.“ Auch ältere Semester gaben sich die Ehre. „Ich war schon vor mehr als 30 Jahren mit dem Velotöff in Jugoslawien in den Ferien. Heute bin ich einfach durchgefahren.“, erklärte Martin (50) aus Winterthur. Zahlreiche Zaungäste säumten die Strasse und harrten aus, um die Fahrerinnen und Fahrer mit ihren Hödis anzufeuern.

Furkapass, 2436 m.ü.M, Null Grad: Das Töffli hält!
Und nicht nur die Untersätze halten durch, auch ihre Fahrer. Doch in der Kategorie „Automatik“ fährt die Italienerin Monica Basiliotti den Männern den ersten Rang ab. Die Piaggista war mit ihrem Team aus Como die Nacht durchgefahren, um pünktlich am Start in Meiringen zu sein. „Mein Piaggio war erst nachts um zwei startklar. Wir werden uns wohl für heute Nacht ein Zimmer suchen, damit wir die Party nicht verpassen.“, meint die Signora in Pink glücklich.

Philipp Rhiner, der junge Wilde aus Salez (SG) freute sich besonders über seinen Sieg in der Kategorie der 2-Gang-Töffli. Bereits letztes Jahr hatte er den 2. Rang rausgefahren. Heute siegten er und sein Puch Velux. „Der Dank gilt meinen Kollegen aus Winterthur. Sie haben mir bei einer Panne am Grimsel mit Ersatzmaterial ausgeholfen.“

Und so bleibt uns nur zu sagen: Heute ist nicht alle Tage – das Red Bull Alpenbrevet kommt wieder, keine Frage.

Rangliste:
Kategorie Handgeschaltete 2-Gang-Töfflis
1. RangPhilipp Rhiner, Salez SG
2. RangPatrick Riva, Ponte Capriasca TI
3. RangFabio Faccenda, Schattdorf UR

Kategorie „Automatic“
1. RangMonica Basiliotti, Beregazzo Con Figliaro (Como/ITA)
2. RangMathias Riva, Bidogno TI
3. RangAdrian Egli, Lyss BE

Gesamtrangliste


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