Red Bull Road Rage 2009

„Ich war noch nie so aufgeregt wie vor diesem Rennen. Das ich jetzt auch noch gewonnen habe ist Wahnsinn“, sagte der 24-jährige Thomas Schäfer nach der Siegerehrung. Der zweimalige Deutsche Meister im Four-Cross brachte mit seiner Rennerfahrung die perfekten Voraussetzungen für den Sieg beim Red Bull Road Rage mit. „Es war ein sehr geiles Rennen und sehr interessant. Wo sonst fahre ich mit einem Rennrad im Vierer-Duell und kann mich mit Four-Crossern, Downhillern und Radrennern gleichzeitig messen?“

Seine drei Final-Gegner Sebastian Körber (Platz 2, Nürnberg), Thomas Lerzer (Platz 3, Hilpolstein) und Stefan Hofmeier (Platz 4, Männedorf) fighteten zwar bis zum bitteren Ende im direkten Duell Mann-gegen-Mann um den Sieg. Doch Schäfer, der bereits in der Einzelqualifikation die Bestzeit vorgelegt hatte, fuhr auch das entscheidende Rennen nach Hause. Er dominierte von Beginn an. Zum engeren Favoritenkreis zählten neben Schäfer, auch Deutschlands bester Downhill-Biker und Four-Crosser Guido Tschugg, der allerdings bereits nach der Qualifikation nur noch als Zuschauer bei der Deutschlandpremiere des Red Bull Road Rage dabei sein konnte. Einsetzender Regen hatte den mit der Startnummer eins als Letzter ins Rennen gegangenen Sieganwärter zu schaffen gemacht. Die Nässe ließ die anspruchsvolle Strecke zu einer noch größeren Herausforderung werden. Tschugg, der auf der nassen Fahrbahn alles riskierte, schaffte es trotz Sturzes noch auf Platz 44. Für das Achtelfinale der besten 32 Rider reichte es aber nicht.

Am Moritzberg war am Samstag ein dauerhaftes, geschmeidiges Surren zu hören, als einige der besten deutschen Biker den schnellsten Abfahrer über alle Radklassen hinweg unter sich ausmachten. 114 Teilnehmer - 95 Männer und 9 Frauen - schossen mit einer Spitzengeschwindigkeit von rund achtzig Stundenkilometern erst durch ein kurvenreiches Waldstück, dann durch zwei Spitzkehren in Weihersberg und durch lang gezogene Kurven über ein breites Feldstück ins Ziel.

Das besondere am Red Bull Road Rage ist, dass sich vier Sportler im direkten Duell miteinander messen können und zwar über Disziplingrenzen hinweg. Beim Rennen am Moritzberg starteten Straßenfahrer, Bahnradfahrer, Downhiller, Fourcrosser und Freestyler.


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