Natascha Badmann

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Weitere Infos:
www.nataschabadmann.ch

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Über Natascha

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Schwimmen, Radfahren, Laufen – dafür lebt Natascha Badmann, dafür gibt sie seit fast zwanzig Jahren alles. Schwimmen, Radfahren, Laufen – es ist das Mantra ihres bewegten Lebens. Die drei Bewegungen gehören für Natascha so sehr zusammen, dass sie sie gar nicht mehr als separate Disziplinen wahrnimmt, sondern nur noch als Elemente der einen Sportart, der sie ihr Leben widmet: Triathlon.

Das bewegte Leben. Es beginnt mit viel Zeit auf dem Rücken von Pferden. Es geht weiter mit frühem Mutterglück, Übergewicht, Überdruss, Unzufriedenheit mit sich selber. «Mein einziger Sport als Erwachsene war Abnehmen.» Das bleibt so, bis sie Toni Hasler kennen lernt, der in ihr die Freude an der Bewegung weckt und bald merkt, dass er einen sportlichen Rohdiamanten von enormem Potential entdeckt hat. Die folgenden sechzehn Jahre sind Geschichte. Natascha schwimmt, fährt und läuft allen davon, auf immer längeren Strecken, bis sie beim Ironman Hawaii angelangt ist, der Mutter aller Triathlons, dem Mythos unter den Dreikämpfen und ihrem persönlichen Schicksalsort.

Sechs mal fliegt sie zum Sieg. Ihr Rezept: neben minutiösem Training die Fähigkeit, härteste Strapazen in positive Gefühle zu verwandeln. Wellengang, Gegenwind, sengende Hitze: für Natascha alles Liebesbeweise der Natur. 10 Minuten Rückstand auf die Führende: eine Einladung zu einem einmaligen Spiel. Sie lässt sich Flügel wachsen und schwebt mit einem ehrlichen Lachen im Gesicht an allen vorbei. Das geht so bis 2007. In der Form ihres Lebens – unter anderem nach dem Weltrekord über die halbe Ironman-Distanz – setzt sie auf Hawaii zu ihrer üblichen Aufholjagd nach der Schwimmetappe an. Dann passiert es. Ein Sturz von ihrem Hightechrad bei Tempo 50. Beide Schultern sind zerschmettert. Ein Arzt wird ihr später sagen, so viele Verletzungen in einem einzigen Schultergelenk habe er noch nie gesehen.

Nataschas Flügel sind gebrochen. Sie kann weder selber essen, noch sich anziehen. Sie hat Dutzende unmenschlich harte Rennen gewonnen. Aber ihre härteste Prüfung beginnt jetzt. Im Krankenhaus, in der Physiotherapie. Natascha muss neu lernen, ihre Arme zu bewegen. Sie muss neu lernen zu schwimmen, Rad zu fahren, zu laufen. Sie tut es wie eine echte Ironlady. Mit langem Atem, viel Geduld und unerschöpflichem Durchhaltewillen. «Wenn ich schon alles neu lernen muss, dann will ich es danach noch besser können» setzt sie sich ein neues Ziel. Ihre Wasserlage ist heute besser als je.

Zehn Monate nach dem Sturz auf Hawaii lanciert sie mit dem Sieg in einem Kurzstrecken-Triathlon ihre zweite Karriere. Später schlägt sie in einem Half Ironman Rennen (1.9km schwimmen, 90km Radfahren, 21km laufen) die Weltmeisterin über diese Distanz. Den ersten Ironman, 9 Stunden Schwimmen, Radfahren und Laufen nimmt sie dreieinhalb Jahre nach dem Unfall in Angriff. «Vor dem Unfall war ich in der Form meines Lebens. Dorthin will ich zurück. Dieses Gefühl will ich noch einmal erleben», erklärt die Kämpferin mit dem leichten Schritt.

Doch weitere Rückschläge folgen. Die Wunden sind verheilt, aber der Körper rebelliert gegen das harte Training. Mehrmals muss Natascha einen Ironman Wettkampf absagen oder aufgeben. Vier lange Jahr nach ihrem letzten Rennen über die volle Distanz, beendet sie wieder 3.8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer radfahren und 42 Kilometer laufen. Mit 44 Jahren wird sie Dritte und freut sich wie über ihren ersten Sieg auf Hawaii. Nataschas Flügel sind nachgewachsen. Hawaii wartet auf seine Königin.